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Landgericht München I verurteilt Sparkasse München nach Widerruf eines Darlehensvertrages zur Rückzahlung von Vorfälligkeitsentschädigung
  Kategorie: Bankrecht, vom 08.01.2015

  Die Kläger hatten bei der Sparkasse München ein im Jahr 2009 aufgenommenes Darlehen vor Ablauf der Zinsbindungsfrist abgelöst und dabei eine Vorfälligkeitsenstschädigung von rund 21.000 EUR gezahlt, die sie nach Widerruf des Darlehensvertrages zurückverlangten.

Das Landgericht München hat der Klage mit Urteil vom 09.12.2014 stattgegeben. Es hat
festgestellt, dass die im Anhang beigefügte Widerrufsbelehrung fehlerhaft sei, weil es sich bei dem gesamten Absatz "Finanzierte Geschäfte" um einen unzulässigen Inhalt handele. Da in diesem Fall kein "Finanziertes Geschäft" vorliege, sei der gesamte Absatz überflüssig und habe die Kläger vom wesentlichen Inhalt der Widerrufsbelehrung abgelenkt.

Das Widerrufsrecht sei somit mangels ordnungsgemäßer Widerrufsbelehrung noch nicht erloschen. Die Ausübung des Widerrufrechts sei auch kein Verstoß gegen Treu und Glauben, weil die Kläger den Widerruf mangels Kenntnis vom Fortbestehen des Widerrufrechts nach Ablauf der Widerrufsfrist von 2 Wochen noch fortbestand. Die Sparkasse München könne sich auch deswegen nicht darauf berufen, dass das Widerrufsrecht verwirkt sei, weil sie es selber verursacht hat, dass das Widerrufsrecht noch nicht erloschen sei.

Das Urteil zeigt, dass der Widerrufsjoker tatsächlich sticht. Sie sollten daher Ihre Darlehensverträge prüfen lassen, um günstig umfinanzieren zu können oder eine bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigung zurückzuerhalten. Eine solche Prüfung biete ich Verbrauchern zu einem Pauschalhonorar von 250 EUR an.


1 Dateianhang zum Download
 1420716126.pdf  (123 KB)

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